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 Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?

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BeitragThema: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   Sa Aug 02, 2008 11:10 pm

Bei den Karl May Festspielen der diversen Bühnen stellen sich viele Fans oft die Frage "Wie viel purer May wird denn diesmal geboten?" Zu diesem Thema möchte ich mal eine neue, fast schon philosophische Diskussionsrunde einleiten. Also, ist ein Bühnenstück erst dann gut, wenn es möglichst nah an der Romanvorlage konzepiert ist? Oder die Gegenfrage: wie "frei" nach Karl May darf oder kann ein Stück sein? Ich bin schon gespannt auf Eure Meinungen, und sicher werden hier viele unterschiedliche Stellungnahmen zusammen kommen.
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Segeberger
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   Sa Aug 02, 2008 11:22 pm

Es ist nicht so wichtig, wie nahe das Stück an die Buchvorlage Karl Mays heranreicht. Wichtig ist vielmehr, dass die Intentionen Karl Mays rüberkommen, wie Friede, Freundschaft und Völkerverständigung.

In dieser Beziehung wird gerade in Bad Segeberg purer Karl May gespielt.
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MalteG
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   Sa Aug 02, 2008 11:37 pm

Also für mich muss es nicht unbedingt nahe an Karl-May sein, sondern das Stück selbst muss gefallen.

Und wie Segeberger schon sagt, die Bad Segeberger Bühne setzt viel auf den Frieden, die Völkerverständigung und die Freundschaft, was mir sehr gut gefällt.
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MarcoH
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   So Aug 03, 2008 11:56 am

also bei mir es das etwas anders als bei Malte

Wenn Karl-May-Spiele drauf stehen sollten auch welche drin sein.
Daher bin ich eigentlich auch kein Freund von frei erfunden Rollen (gerade für die Komik) gibt es doch genügend Einzelpersonen, die man hernehmen kann.

z.B. beim Silbersee hat man wirklich ein Luxusproblem:
über 30 Einzelpersonen, sowie zu viele Gruppen bräuchte man wie Rafters, Siedler, Utahs, Tramps, und noch andere Indianer Timp-Apachen? wo man auf zu viele kommen würde und das Stück ziemlich reduzieren muss.
Hier mal so die Rollen für Komiker aus der Hand des Maysters

Lord Castlepool
Gunstick Uncle
Hobble-Frank
Humply-Bill
Langer Davy
Dicker Jemmy
Tante Droll
Sam Hawkens
Dick Stone
Will Parker
Kantor Hampel
Sir David Lindsay
und da frage ich mich, warum man dann wieder(wie es kommen wird) Figuren erfinden muss. Es gibt genügend komische Figuren aus der Feder von Karl May die dazu herhalten können, aber nein, es muss was andres sein.

Bei uns beim Schultheater, bzw. wenn ich ein neues Buch schreibe gilt immer der Grundsatz:

So nah wie möglich, aber so frei wie nötig
Ja, jetzt wird wieder jemand denken, wie definiert man frei wie nötig.

Desweiteren sollte auch davon was in einem Stück enthalten sein:

Friede
Freundschaft
Völkerverständigung
eine Botschaft an die Menschen
der Geist der Indianer, den man respektieren sollte
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Segeberger
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   So Aug 03, 2008 12:46 pm

Den Ausführungen MarcoH kann ich mich anschließen - nur in Bad Segeberg wird das so nix werden.

Da fehlt z.B. 2009 in "Der Schatz im Silbersee" schon mal eine weitere attrakrive Frauenrolle, die eingebaut werden muß..
Der Klamauk sollte - so Micharl Stamp - dem heutigen Zeitgeschmack und den Kindern gefallen.
Michael Stamp erzählte einmal, er habe einmal Szenen mit Karl-May-Humor-Pur gebracht. Die Leute hätten damit überhaupt nichts anfangen können.

Reinen Karl May wird es in Bad Segeberg in absehbarer Zeit nicht geben, aber wie gesagt - ich bin schon sehr zufrieden wenn die Intentionen und Werte die Karl May vermittelt und gut zum Publikum rübergebracht wird.
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MarcoH
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   So Aug 03, 2008 1:17 pm

zu dem 2009er Segeberg Problem äußere ich mich dann an anderer Stelle.

das größte problem ist auch dieses mit dem Rüberbringen.
Ich kenne Leute, die haben ein Photo von den Spielen gesehen und sind dann reingegangen und haben gedacht da ist Action pur die ganze Zeit, und waren dann enttäuscht, weil nicht so viel im Stück war.

Viele Leute wissen auch heute nichts mehr mit Werten anzufangen und wollen auch von den Hintergründen des Stückes nichts wissen.
Da gibt es bei uns hier ne gute Lösung, wir haben ein Theater, da wird vor jeder neuen Inszenieruzng/Premiere ein Einführungsabend gehalten wo die Hintergründe u.a. Sachen erläutert werden. Gut, ist so in Se nicht möglich, aber man könnte wieder etwas mehr May an den Anfang des Stückes stellen (so als Einführung wie "Die Rote Rasse liegt im Sterben" oder so...) oder wenigstens ein bisschen Hintergrundinfos ins Programmheft schreiben...

Was Stamp meine, mit May-Humor hätte nichts gebracht war 1998, da war es eigentlich zu wenig an Komik, für Se-Verhältnisse (gut war Stamps erstes Jahr).
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Segeberger
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   So Aug 03, 2008 1:27 pm

Das diesbezügliche Gespräch mit Michael Stamp fand erst 2007 statt.

Die Frage, ob bei einem neuen Autor sich großartiges ändert, darf bezweifelt werden, denn der Einfluß der Geschäftsführung auf das Stück ist nicht unerheblich - eigentlich viel zu groß.

Es macht sich hier besonders negativ bemerkbar, dass es seit 1996 in Bad Segeberg keinen Intendanten mehr gibt.

Gerade Du, lieber Marco, vermagst die fehlende Intendanz richtig einzuschätzen.

Bei deinen Ausführugen hast du da an Wunsiedel gedacht?
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MarcoH
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BeitragThema: Re: Wieviel "purer May" muß, kann oder darf sein?   So Aug 03, 2008 1:45 pm

Segeberger schrieb:
Bei deinen Ausführugen hast du da an Wunsiedel gedacht?


Ja, Wunsiedel - woher weißt Du???
Ist eigentlich nicht so überregional bekannt, dass es diese Abende gibt.
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