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 1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg

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samhawkens
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BeitragThema: 1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg   So Jan 25, 2009 11:09 am

Hallo,

hier News zum aktuellem "Kalkbergaussehen":

1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg



Holzstämme, vor der Hauptwand zu einem hohen Zaun aufgestapelt, sollen in der Arena die Akteure und Besucher vor herabfallenden Gesteinsbrocken schützen. Die selbe Funktion hat der „dynamische Steinschlagschutzzaun“ rechts davon. Foto: GLOMBIK

Bad Segeberg – Eine Art Bilanz der Sanierungsarbeiten am Kalkberg hat der Geologe Dr. Dieter Mucke vor dem Bad Segeberger Bauausschuss gezogen. Sein Resümee: „Die Stadt muss glücklich sein, dass noch nichts passiert ist – die Gefahr war da.“

„Das Vorhandensein einer Höhle bedingt Gefahren innerhalb der Höhle und an der Erdoberfläche“, stellte Mucke klar. So habe es allein über der Wurzelhalle 1928, 1937, 1982, 2002 und 2005 Erdfälle und Senkungen gegeben. Die Fachleute hätten in den vergangenen Monaten viel getan, um mögliche Risiken am und durch den Berg zu minimieren. Mucke: „Die wesentlichen Gefahrenpunkte hat man in den Griff bekommen.“ Für einige Jahrzehnte dürfte jetzt erst einmal Ruhe am Berg herrschen. Obwohl: „Ein bisschen muss an bestimmten Wänden immer getan werden.“

Es sind ja auch noch einige Restarbeiten zu erledigen, sagte Bauamtsleiterin Antje Langethal den LN. In diesem Jahr soll die Felswand am Höhlenausgang gesichert und eine Prallschutzwand gezogen werden. Außerdem soll die 60 Jahre alte Wendeltreppe erneuert werden. 2010 soll die Südostwand (Oberbergstraße) gesichert werden. Auch dort ist eine Prallschutzwand vorgesehen, um möglicherweise abfallende kleine Gipsbrocken abfangen zu können. Etwa 800 000 Euro wird das noch kosten. Bisher sind 1,5 Millionen Euro in die Sicherung des Felsens gesteckt worden. Ein Großteil wird bezuschusst.

An etwa 100 Messstellen war ermittelt worden, „wo sich durch fortdauernde Bewegungen eventuell weiterer Sicherungsbedarf ergibt“, führte Mucke aus. Außerhalb der im vergangenen Jahr gesicherten Bereiche hätten sich „keine neuen Sicherungsnotwendigkeiten ergeben“. Allerdings: „Die Entdeckungshalle wird gegenwärtig noch dahingehend untersucht.“

Das Höhlensystem sei durch etwa 60 Einzelstützen, Türstöcke und Pfeiler gesichert worden. Ferner wurden zwei Prallwände errichtet und acht Meter Gabionen gegen heranrollende Blöcke gefüllt. Und „zur Sicherung von Störungszonen in der Höhlendecke gegen Nachbruch“ wurden neun Anker über der Höhle eingebaut.

Außen sind allein in die Hauptwand 372 acht bis zwölf Meter lange Anker und 900 ein bis 1,5 Meter lange Nadeln getrieben worden. Der Kalkberg weist nämlich eine Besonderheit auf: Das Anhydrit ist kein stabiles Mineral, es nimmt Wasser auf und wird so zu Gips. Dadurch vergrößert sich sein Volumen. Folge: Die Vergipsung führt zu Aufwölbungen unter Aufreißen offener Spalten. Dadurch entsteht die Gefahr, dass sich so genannte Vergipsungsschalen oder andere Felsblöcke plötzlich aus der Felswand lösen und hinabstürzen, führte Mucke aus. Um dies zu verhindern, seien die gefährdeten Bereiche durch Anker und Nadeln mit dem festeren Fels verbunden worden.

Doch die Anker und Nadeln fixieren nur größere Felsschollen und Blöcke. Da aber „bei Fallhöhen bis 50 Meter auch kleinere sich lösende Steine gefährlich werden“ können, wurde „am Fuß dieser Wand die vorhandene Prallwand erhöht und beidseitig auf insgesamt 60 Meter verlängert“, sagte Mucke. „Im Nordteil schützt nun ein 20 Meter langer, vier Meter hoher dynamischer Steinschlagschutzzaun Künstler und Personal vor Steinfall.“ Mucke: „Das ist nicht schön, aber unvermeidlich.“

Wie der Geologe sagte, neigen die Wände des Kalkberges zu Bergsturz und Steinfall: In Klüfte dringen Wurzeln ein. Durch Wachstum üben sie Druck auf die Spalten aus. Und in die Spalten wird Feinboden gespült. Bei Frost dehnt sich der feuchte Boden um neun Prozent aus und öffnet die Spalte weiter.Also: „Im Ergebnis von Wurzeldruck und Spaltenfrost lösen sich Blöcke aus der Felswand und stürzen ab.“ Die Bäume auf dem Berg, deren Wurzelaktivität schädliche Auswirkungen habe, empfindet Mucke als störend.

Doch sie einfach abholzen, das dürfte nicht erlaubt sein. Wie Langethal sagte, sei der Kalkberg „ein Naturdenkmal, FFH-Gebiet und Wald“. Daher müsse erst geklärt werden, ob die Bäume dort überhaupt abgenommen werden dürfen. Für Mucke keine wirkliche Frage. Für ihn ist der Kalkberg ohnehin weniger ein Naturdenkmal als „eher ein technisches Denkmal“, nämlich ein ehemaliger Steinbruch. Und: „Der Berg ist zum großen Teil Abraum statt Fels. Sämtliche noch sichtbaren Felsen sind Reste alter Steinbruchwände.“ Das sei ja nichts Schlimmes: „Auch auf eine langjährige Bergbautradition kann man stolz sein“, meinte er.
Von Christian Spreer

Erschienen: 24.01.09
Quelle: Lübecker Nachrichten

euer samahwkens
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BeitragThema: Re: 1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg   So Jan 25, 2009 2:40 pm

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Zuletzt von Parksteiner am Fr Aug 26, 2011 10:33 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: 1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg   So Jan 25, 2009 5:46 pm

Apropro Bühnenbild. Das wird sowieso eine spannende Frage. Wo wird der Silbersee in diesem Jahr sein? Ich denke es wird nach einer anderen Lösung als 2001 gesucht
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BeitragThema: Re: 1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg   So Jan 25, 2009 9:32 pm

[quote="MalteG"]Apropro Bühnenbild. Das wird sowieso eine spannende Frage. Wo wird der Silbersee in diesem Jahr sein? Ich denke es wird nach einer anderen Lösung als 2001 gesucht[/quote]

naja in der bisher bekannten Inhaltsangabe steht ja Bergsee drin, also wird es wieder auf das selbe wie 2001 hinauslaufen.

Da jetzt auch noch der Umritt eingeschränkt ist bzgl Kulissenbau wird es keine andere Möglichkeit geben, weil der Rest dann für andere Sachen gebraucht wird...
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BeitragThema: Re: 1276 Anker und Nadeln sichern den Segeberger Kalkberg   So Jan 25, 2009 10:06 pm

Schon gut möglich das es wie im Jahr 2001 auf den Kunstefelsensee hinauslaufen wird, aber trotzdem wäre eine andere Lösung wünschenswert...

Ich bin mal gespannt wie mir der Einengung des Umritts umgegangen wird, vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit diese ins Spiel mit einzubringen
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